Aussehen und Merkmale
Die Totenkopfschwebfliege ist eine auffällige und relativ große Art aus der Familie der Schwebfliegen. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 10 bis 14 Millimetern. Ihren deutschen Namen verdankt sie einer charakteristischen Zeichnung auf dem Brustschild: Dort befindet sich ein dunkles Muster, das mit etwas Fantasie an einen Totenkopf erinnert. Der Körper ist überwiegend dunkel gefärbt, während auf dem Hinterleib gelbliche Flecken oder Bänder zu sehen sind. Wie viele Schwebfliegen kann auch diese Art in der Luft scheinbar „stehen“, was ihr den Namen Schwebfliege eingebracht hat.
Verbreitung und Lebensräume
Die Totenkopfschwebfliege ist in großen Teilen Europas verbreitet und kommt auch in weiten Teilen Asiens vor. In Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, ist sie häufig anzutreffen. Die erwachsenen Tiere sind vor allem von Frühling bis in den Herbst aktiv, meist von April bis Oktober. In dieser Zeit lassen sie sich oft auf Blüten beobachten, wo sie Nahrung aufnehmen.
Als Lebensräume bevorzugt die Art strukturreiche und eher feuchte Umgebungen. Dazu gehören Wälder, Waldränder, Parks, Streuobstwiesen und naturnahe Gärten. Besonders wichtig sind Bereiche mit alten Bäumen oder anderen Strukturen, in denen sich kleine Wasseransammlungen bilden können, etwa Baumhöhlen mit Regenwasser. Solche Mikrohabitate sind für die Entwicklung der Larven entscheidend.
Biologie
Die Biologie der Totenkopfschwebfliege unterscheidet sich deutlich von der vieler anderer Schwebfliegenarten. Während die erwachsenen Tiere Nektar und Pollen von Blüten aufnehmen, leben die Larven in nährstoffreichen Wasseransammlungen, zum Beispiel in Baumhöhlen, wassergefüllten Astlöchern und manchmal auch in Wasserstellen oder Regentonnen. Dort ernähren sie sich von Mikroorganismen und organischen Resten im Wasser. Die Larven besitzen ein langes Atemrohr, mit dem sie an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen können. Diese besondere Form wird oft als „Rattenschwanzlarve“ bezeichnet.
Förderung im Garten
Die Förderung der Totenkopfschwebfliege im Garten ist gut möglich, wenn einige naturnahe Strukturen vorhanden sind. Ein vielfältiges Angebot an blühenden Pflanzen – etwa Wildblumen, Kräuter oder Doldenblütler – bietet den erwachsenen Tieren Nahrung. Zusätzlich können Wasserstellen wie kleine Teiche, flache Wasserschalen oder auch bewusst stehen gelassene wassergefüllte Gefäße geeignete Entwicklungsräume für die Larven schaffen. Alte Bäume mit Höhlen oder Totholzstrukturen sind ebenfalls wertvoll.

