Aussehen und Merkmale
Der Admiral gehört zu den auffälligsten Tagfaltern unserer Landschaft. Mit seinen dunkelbraunen bis schwarzen Flügeln und den leuchtend roten Bändern ist er unverwechselbar. Auf den Vorderflügeln liegen zusätzlich weiße Flecken. Die Flügelspannweite beträgt etwa fünf bis sechs Zentimeter. Die Unterseiten sind dagegen deutlich unauffälliger gefärbt und mit einer marmorierten Zeichnung versehen. Wie viele Schmetterlinge besitzt der Admiral einen langen Rüssel, mit dem er Nektar aus Blüten saugt. Im Herbst nutzt er auch gerne den Saft von überreifem Obst. Der Admiral ist in großen Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet. In Deutschland gehört er zu den häufigeren Tagfaltern und kann vom Flachland bis in höhere Lagen beobachtet werden. Besonders im Spätsommer und Herbst fällt er an sonnigen Tagen auf.
Verbreitung und Lebensräume
Der Admiral ist ein typischer Wanderfalter. Im Frühjahr wandern Falter aus südlicheren Regionen nach Norden. In Deutschland entstehen anschließend mehrere Generationen. Die Tiere sind vor allem von Mai bis Oktober zu beobachten, wobei sie im Spätsommer und Herbst besonders zahlreich sein können. Der Herbst ist für den Admiral eine wichtige Zeit. Die Falter suchen energiereiche Nahrung auf, beispielsweise Blütennektar oder Fallobst. Ein Teil der Tiere zieht anschließend nach Süden, um dort die kalte Jahreszeit zu verbringen. Andere Admirale versuchen inzwischen, in Mitteleuropa zu überwintern. Milde Winter und der Klimawandel können dazu beitragen, dass dies häufiger gelingt.
Admirale sind sehr anpassungsfähig. Man findet sie an Waldrändern, auf Wiesen und Brachen, an Wegen und Böschungen sowie in Parks und Gärten. Besonders wichtig sind sonnige, blütenreiche Bereiche mit einem vielfältigen Angebot an Nektarpflanzen. Im Herbst besuchen Admirale gerne spät blühende Pflanzen wie Efeu, Herbstastern oder Wasserdost. Auch Fallobst ist eine wertvolle Nahrungsquelle. Für die Raupen ist vor allem die Große Brennnessel von Bedeutung. Sie dient als wichtigste Futterpflanze und sollte deshalb in geeigneten Bereichen des Gartens stehen bleiben.
Förderung im Garten
Der Admiral gilt derzeit nicht als grundsätzlich gefährdete Art. Trotzdem ist auch er auf eine vielfältige Landschaft mit ausreichend Nahrung und geeigneten Lebensräumen angewiesen. Der Verlust von Blühflächen, die intensive Pflege von Gärten und Grünflächen sowie der Rückgang heimischer Pflanzen können Schmetterlingen insgesamt Probleme bereiten. Gleichzeitig verändert der Klimawandel den Jahresrhythmus und das Wanderverhalten des Admirals.
Wer Admiralen helfen möchte, kann im eigenen Garten einiges tun: Heimische, möglichst ungefüllte Blütenpflanzen sorgen vom Frühjahr bis in den Herbst für Nahrung. Besonders wertvoll sind spät blühende Arten, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Auch ein wenig Fallobst darf liegen bleiben – es dient im Herbst zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle. Ebenso wichtig ist eine Ecke mit Brennnesseln, denn dort können Admiral-Raupen ihre Entwicklung durchlaufen. Wer außerdem auf Pestizide verzichtet, nicht jede Ecke ständig aufräumt und abgeblühte Pflanzen teilweise über den Winter stehen lässt, schafft einen wertvollen Lebensraum.

