Der Herbst-Löwenzahn bringt noch einmal leuchtend gelbe Farbtupfer in Wiesen, Wegränder und Parkrasen, wenn viele andere Wildblumen bereits verblüht sind. Trotz seines Namens beginnt seine Blüte oft schon im Sommer und reicht bis weit in den Oktober hinein. Seine zahlreichen Blütenköpfchen öffnen sich besonders bei Sonnenschein und bieten Insekten reichlich Nektar und Pollen.
Ökologische Bedeutung für Insekten
Für Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer und verschiedene Schmetterlinge ist der Herbst-Löwenzahn eine wertvolle Nahrungsquelle. Gerade im Spätsommer und Herbst, wenn das Blütenangebot knapper wird, hilft er vielen Bestäubern, ausreichend Energie für den Winter oder den letzten Nachwuchs des Jahres zu sammeln. Besonders kleinere Wildbienen besuchen seine offenen Blüten häufig, da sie den Nektar und den gut erreichbaren Pollen leicht aufnehmen können.
Biologie
Der Herbst-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Was wie eine einzelne Blüte aussieht, besteht tatsächlich aus vielen kleinen Zungenblüten, die gemeinsam ein Blütenkörbchen bilden. Nach der Blüte entstehen die typischen flugfähigen Samen mit ihrem feinen Haarschirm. So kann der Wind die Samen über weite Strecken verbreiten.
Wer den Herbst-Löwenzahn im Garten oder auf öffentlichen Grünflächen wachsen lässt und Wiesen nicht zu häufig mäht, schafft wertvolle Nahrung für zahlreiche Insekten – genau dann, wenn diese sie besonders dringend benötigen.