Viola_odorata_2010-04-09

März-Veilchen – Viola odorata

März 2026

Vorkommen und Erscheinungsbild

Das März-Veilchen (Viola odorata) gehört zu den ersten Blütenpflanzen des Frühjahrs. Seine violetten, stark duftenden Blüten erscheinen oft schon im März und locken zahlreiche Insekten an, obwohl die Temperaturen noch recht kühl sind. Ursprünglich stammt die Art aus dem Mittelmeerraum, wo sie in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Hecken wächst. Durch ihre Beliebtheit als Zier- und Duftpflanze wurde sie schon seit der Antike kultiviert und hat sich in vielen Regionen verwildert ausgebreitet. Mittlerweile ist die Arte im größten Teil Europas eingebürgert

Blütenmerkmale

Biologisch interessant ist die Fortpflanzungsstrategie des März-Veilchens. Neben den auffälligen, duftenden Blüten bildet die Pflanze später im Jahr oft sogenannte kleistogame Blüten: kleine, unscheinbare Blüten, die sich gar nicht öffnen und sich selbst bestäuben. So sichert sich die Pflanze auch dann Samen, wenn kaum Bestäuber unterwegs sind.

Ökologische Bedeutung für Insekten

Die offenen Blüten werden vor allem von Wildbienen, Hummeln und gelegentlich von Schmetterlingen besucht. Der Nektar liegt am Ende eines kurzen Sporns und ist besonders für Insekten mit etwas längeren Mundwerkzeugen erreichbar. Die kräftigen Hummeln drücken die Blüten dabei auseinander, während kleinere Wildbienen gezielt in den Sporn kriechen.

Auch Ameisen spielen eine Rolle in der Lebensgeschichte des März-Veilchens: Die Samen besitzen ein fettreiches Anhängsel, das Ameisen anlockt. Sie tragen die Samen fort und verbreiten so die kleine Frühlingsblume.