Aussehen und Merkmale
Die Zweifarbige Sandbiene ist eine häufige Wildbienenart aus der Familie der Sandbienen. Sie gehört zu den mittelgroßen Wildbienen und erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 11 Millimetern. Charakteristisch für die Art ist die zweifarbige Behaarung mit einem dunkel behaarten Kopf und einem rostbraun behaarten Bruststück, während der Hinterleib deutlich dunkler bis schwarz erscheint. Diese auffällige Farbaufteilung gab der Art auch ihren deutschen Namen. Wie viele Sandbienen lebt sie solitär, das heißt jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest, ohne einen Staat zu bilden.
Verbreitung und Lebensräume
Die Zweifarbige Sandbiene ist in großen Teilen Europas verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis nach Osteuropa und in Teile Skandinaviens. Auch in Deutschland ist sie weit verbreitet und vielerorts relativ häufig anzutreffen. Sie fliegt in zwei Generationen pro Jahr: eine im Frühjahr etwa von März bis Mai und eine zweite im Sommer von Juni bis August.
Als Lebensräume bevorzugt die Zweifarbige Sandbiene sonnige und eher trockene Standorte. Dazu zählen unter anderem auch Gärten, Parks, Waldränder, Wiesen und Böschungen. Wichtig ist dabei lockerer, gut grabbarer Boden, denn die Weibchen legen ihre Nester im Boden an. Sie graben kleine Röhren, von denen mehrere Brutzellen abgehen. In jede dieser Zellen wird ein Pollenvorrat gelegt, auf den das Ei abgelegt wird.
Biologie
In ihrer Biologie ist die Art relativ flexibel. Sie sammelt Pollen von verschiedenen Blütenpflanzen und gilt daher als polylektisch. Besonders häufig besucht sie Blüten von Obstbäumen, Löwenzahn, Weiden oder verschiedenen Kräutern. Dadurch spielt sie eine wichtige Rolle als Bestäuber in natürlichen Lebensräumen und auch in Gärten.
Förderung im Garten
Die Förderung der Zweifarbigen Sandbiene im Garten ist vergleichsweise einfach. Wichtig sind offene Bodenstellen mit sandigem oder lockeren Boden, in denen die Tiere ihre Nester graben können. Außerdem sollte ein vielfältiges Angebot an heimischen Blühpflanzen vorhanden sein, das vom frühen Frühjahr bis in den Sommer hinein Nahrung bietet. Besonders geeignet sind beispielsweise Weiden, Obstbäume, Wildblumenwiesen oder Beete mit heimischen Stauden. Auf den Einsatz von Pestiziden sollte generell verzichtet werden. Auch ungenutzte Bereiche im Garten mit offenen Bodenstellen oder wilden Blumen können wertvolle Lebensräume für diese und viele andere Wildbienenarten darstellen.


