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Rote Lichtnelke – Silene dioica

Mai 2026

Vorkommen und Erscheinungsbild

Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) ist eine auffällige Wildpflanze aus der Familie der Nelkengewächse. Ihre leuchtend rosaroten Blüten erscheinen von Frühling bis in den Sommer hinein und prägen vor allem feuchte Wiesen, Waldränder und Uferbereiche. Von Natur aus kommt die Art in Nord- und Mitteleuropa vor. Sie bevorzugt nährstoffreiche, eher feuchte Böden und gilt daher als typische Pflanze von Bachauen und halbschattigen Wiesen.

Blütenmerkmale

Bemerkenswert ist die getrenntgeschlechtliche Fortpflanzung: Bei der Roten Lichtnelke gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen Blüten produzieren reichlich Pollen, während die weiblichen nach erfolgreicher Bestäubung eine kugelige Samenkapsel bilden. Für die Fortpflanzung ist die Pflanze daher vollständig auf bestäubende Insekten angewiesen.

Ökologische Bedeutung für Insekten

Die Blüten sind tagsüber geöffnet und produzieren Nektar, der vor allem langrüsselige Hummeln, Tagfalter, Schwebfliegen und verschiedene Wildbienen anzieht. Besonders Hummeln und Tagfalter besuchen die Blüten häufig, da sie leicht auf den offenen Blüten landen und Nektar sowie Pollen aufnehmen können. Beim Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen übertragen sie den Pollen zuverlässig.

Durch ihre auffälligen Blüten und die lange Blütezeit ist die Rote Lichtnelke eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insektenarten und trägt wesentlich zur Biodiversität blütenreicher Wiesenlandschaften bei.