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Skabiosen-Flockenblume – Centaurea scabiosa

Nektarreiche Blüten für zahlreiche Insektenarten

Skabiosen-Flockenblumen haben eine Bedeutung für nahezu alle blütenbesuchenden Insektengruppen. Besonders artenreich finden sich Schmetterlinge und Wildbienen ein. Viele Insekten sehen Farben anders als Menschen und nehmen besonders den UV-, Blau- und Violettbereich gut wahr. Violette und purpurfarbene Blüten – wie die der Skabiosen-Flockenblume – heben sich in Wiesen daher stark vom grünen Hintergrund ab. Tagfalter erkennen solche Farbsignale aus größerer Entfernung.

Die Skabiosen-Flockenblume gehört zudem zu der für spezialisierte Wildbienen besonders wichtigen Pflanzenfamilie der Korbblütler. Die Zahl der Korbblütler-Spezialisten nimmt unter den hinsichtlich des Blütenbesuchs spezialisierten Bienen bei uns den größten Teil ein.

Wildbienen: *** / Schwebfliegen: * / Schmetterlinge: *** / Käfer: *

Der Gewöhnliche Hornklee gehört zur Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütler und hat ebenfalls eine starke Wirkung auf Bienen und viele Tagfalter, aber auch auf Käfer. Er bildet zahlreiche gelb leuchtende Blüten und hat eine auffällig lange Blühphase, die im Mai beginnt und bis in den August andauert. Gelb gehört zu den Farben, die viele Insekten sehr gut wahrnehmen können. Besonders Wildbienen, Hummeln und kleine Falter reagieren stark auf gelbe Blüten. Wie viele Schmetterlingsblütler besitzt auch der Hornklee UV-reflektierende Bereiche, die Bestäuber direkt zur Nektarquelle führen. Die Blüten verändern mit zunehmendem Alter zudem oft ihre Farbe von leuchtend gelb zu orange oder rötlich. Das kann Insekten anzeigen, welche Blüten noch viel Nektar enthalten. Für Schmetterlinge ist der Gewöhnliche Hornklee auch als Raupenfutterpflanze von großer Bedeutung. So fressen bspw. Raupen von Widderchen-, Bläulings- oder Dickkopffalterarten an Hornklee.

Unter den Wildbienen finden sich einige Arten, die beim Blütenbesuch auf Schmetterlingsblütler spezialisiert sind.

Korbblütler-Spezialisten in Ostwestfalen-Lippe (in NRW gefährdete Arten im Fettdruck):

  • Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus)
  • Filzbindige Seidenbiene (Colletes fodiens)
  • Rainfarn-Seidenbiene (Colletes similis)
  • Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus)
  • Rainfarn-Herbstsandbiene (Andrena denticulata)
  • Pippau-Sandbiene (Andrena fulvago)
  • Gewöhnliche Dörnchensandbiene (Andrena humilis)
  • Polierte Sandbiene (Andrena polita)
  • Große Zottelbiene (Panurgus banksianus)
  • Stumpfzähnige Zottelbiene (Panurgus calcaratus)
  • Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes)
  • Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum)
  • Stängel-Blattschneiderbiene (Megachile genalis)
  • Zweihöckrige Mauerbiene (Osmia leaiana)
  • Einhöckrige Mauerbiene (Osmia niveata)
  • Bedornte Schneckenhausbiene (Osmia spinulosa)

Die bemerkenswert lange Liste der in OWL auf Korbblütler spezialisierten Wildbienenarten umfasst auch viele gefährdete Spezies und hebt die Bedeutung von Korbblütlern für unsere Insektenwelt hervor. Viele der aufgelisteten Arten suchen auch die Blüten der Skabiosen-Flockenblume auf und sind anhand von guten Fotos zu bestimmen. Der überwiegende Teil dieser Arten nistet im Boden, die Larven entwickeln sich also in selbst gegrabenen Brutkammern. Mit der Stängel-Blattschneiderbiene und der Bedornten Schneckenhausbiene finden sich auch zwei echte Nistplatzspezialisten unter den Arten, auf deren Nistgewohnheiten bereits ihre deutschen Namen hinweisen. Während die Stängel-Blattschneiderbiene Brutgänge in die Stängel von bereits verblühten Stauden (z.B. Disteln) nagt, nutzt die Bedornte Schneckenhausbiene wie zwei weitere Wildbienenarten in OWL ausschließlich leere Schneckenhäuser als Nistplatz.

Als weitere bedeutsame Korbblütler, mit denen sich die Korbblütler-Spezialisten gut im eigenen Garten fördern lassen, sind insbesondere Wiesen-Schafgarbe, Wiesen-Flockenblume, Habichtskräuter, Gemeine Wegwarte oder Rainfarn zu nennen.


Skabiosen-Flockenblume

Schachbrett – Melanargia galathea

Schachbrett – Melanargia galathea