Goldene Schneckenhausbiene (Osmia aurulenta) (W) - 3

Gewöhnlicher Hornklee – Lotus corniculatus

Juli 2026

Der Gewöhnliche Hornklee gehört zu den wichtigsten heimischen Wildblumen für Insekten. Mit seinen leuchtend gelben, oft leicht orange überhauchten Blüten bringt er von Mai bis September Farbe auf Wiesen, Wegränder und Böschungen. Da er auch auf trockenen und nährstoffarmen Standorten gedeiht, ist er ein typischer Bewohner artenreicher Blumenwiesen.

Ökologische Bedeutung für Insekten

Seine Blüten sind besonders an den Besuch von Hummeln und Wildbienen angepasst. Nur kräftige Insekten können die Blüten öffnen und gelangen so an den Nektar und die Pollen. Auch Honigbienen besuchen den Hornklee regelmäßig. Für Schmetterlinge hat die Pflanze eine doppelte Bedeutung: Die Blüten liefern Nektar, während die Blätter den Raupen mehrerer Arten, z.B. dem Hauhechel-Bläuling, als Nahrung dienen.

Besonderheiten

Als Schmetterlingsblütler lebt der Hornklee in einer Gemeinschaft mit Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln. Diese können Stickstoff aus der Luft binden und der Pflanze verfügbar machen. Dadurch verbessert der Hornklee sogar die Bodenfruchtbarkeit und hilft anderen Pflanzen beim Wachstum.

Seinen Namen verdankt der Gewöhnliche Hornklee den langen, schmalen Hülsenfrüchten, die nach der Blüte entstehen und an kleine Hörner erinnern. Wer den Hornklee im Garten oder auf einer extensiv gepflegten Wiese wachsen lässt, schafft einen wertvollen Kleinlebensraum für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in seinem persönlichen Umfeld.