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Rundblättrige Glockenblume – Campanula rotundifolia

August 2026

Die Rundblättrige Glockenblume gehört zu den zierlichsten heimischen Wildblumen. Ihre leuchtend blau-violetten, glockenförmigen Blüten schmücken von Juni bis in den September hinein magere Wiesen, Heiden, Böschungen und Felsen. Ihren Namen verdankt sie den rundlichen Grundblättern, die allerdings meist schon früh im Jahr verwelken. Während der Blüte besitzt die Pflanze überwiegend schmale, längliche Blätter – ein kleines botanisches Rätsel für viele Naturfreunde.

Ökologische Bedeutung für Insekten

Die nickenden Glockenblüten sind ein wertvoller Anziehungspunkt für zahlreiche Insekten. Besonders Wildbienen und Hummeln besuchen sie regelmäßig, um Nektar und Pollen zu sammeln. Einige Wildbienen sind sogar auf Glockenblumen spezialisiert. So nutzt z.B. die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma campanularum) für ihren Nachwuchs fast ausschließlich Pollen dieser Pflanzen. Ohne Glockenblumen hätten diese hoch spezialisierten Wildbienen kaum eine Überlebenschance.

Besonderheiten

Die Blüten öffnen sich über viele Wochen hinweg und bieten damit eine verlässliche Nahrungsquelle während des Sommers. Nach der Blüte reifen zahlreiche feine Samen heran, die aus kleinen Öffnungen der Samenkapsel ausgeschüttelt werden, wenn Wind die trockenen Stängel bewegt.

Die Rundblättrige Glockenblume zeigt eindrucksvoll, wie wichtig heimische Wildpflanzen für die Artenvielfalt sind. Wer sie im Garten oder auf einer extensiv gepflegten Wiese wachsen lässt, hilft spezialisierten, heimischen Wildbienen und vielen weiteren blütenbesuchenden Insekten.