Der Große Schwebfliege

Mimikry bei Schwebfliegen: Schutz durch Täuschung

Schwebfliegen erinnern in ihrer Körperfärbung und Gestalt oft an Wespen, andere Schwebfliegenarten sind auffällig behaart und leicht mit Bienen zu verwechseln. Diese Ähnlichkeiten eigentlich harmloser Arten zu wehrhaften und gefährlichen Arten werden als Mimikry bezeichnet. Sie bieten einen gewissen Schutz gegen lernfähige Räuber wie Vögel, die nach schlechten Erfahrungen bspw. mit dem Wehrstachel von Wespen oder Bienen alles, was ähnlich aussieht, lieber nicht mehr als Beute in Betracht ziehen. Man findet diese Form der Mimikry auch bei anderen Insektengruppen wie z.B. den Schmetterlingen oder den Käfern.

Verbreitung, Erscheinung und Flugzeit

Die Große Schwebfliege zählt mit einer Körpergröße von 7-13mm zu den mittelgroßen bis großen Schwebfliegenarten und kann leicht mit einigen ähnlichen Arten aus der Gattung Syrphus verwechselt werden. Sie ist weit über Europa und Asien verbreitet und kann in fast allen Lebensräumen angetroffen werden. Die Flugzeit beginnt im zeitigen Frühjahr (März) und erstreckt sich bis in den Herbst (Oktober). In diesem Zeitraum kann die Art mehrere Generationen ausbilden.

Nützlicher Blattlausjäger und Blütenbesucher

Auch die Große Schwebfliege gehört zu den zahlreichen Schwebfliegenarten, deren Larven sich von Blattläusen ernähren. Die Weibchen legen die Eier direkt in Blattlauskolonien ab, wo die Larven dann nach dem Schlupf einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Bis zur Entwicklung zum Imago vertilgen die Larven viele hundert Blattläuse und bilden zusammen mit den anderen blattlausfressenden Arten einen wichtigen Bestandteil der biologischen Schädlingsbekämpfung im Garten. Die Larven der letzten Generation im Jahr begeben sich zur Überwinterung in die Streuschicht am Boden, wo dann im nächsten Frühjahr die nächste Fliegengeneration schlüpft. Die Fliegen selbst sind eifrige Blütenbesucher, die gerne weiße, gelbe, rosa und blaue Blüten verschiedenster Pflanzenarten besuchen. Hier fressen sie eiweißreichen Pollen (wichtig zur Produktion von Eiern und Spermien) und nehmen kohlenhydratreichen Nektar auf.